Bisher konnten Nutzer des Microblogging-Dienstes immer sehen, von welchem Client der Tweet abgesendet wurde bzw. welchen Client die anderen Nutzer verwenden um die Kurznachrichten zu verschicken. Auch für die Entwickler der Clients war diese Anzeige eine gute Möglichkeit, Werbung für die eigenen Clients zu machen. Jetzt hat Twitter diese kleinen Hinweise aus dem System entfernt und muss sich der aufkommenden Kritik stellen.
Für die Entwickler der Clients war es bisher immer eine gute und vor allem kostenlose Möglichkeit, den eigenen Client zu bewerben: Die kleinen Hinweise unter jedem Tweet, die anzeigten, welche Software man für die abgeschickte Kurznachricht verwendet hatte – sofern überhaupt eine Software verwendet wurde. Schickte man Beispielsweise einen Tweet über die mobile Applikation an seine Follower, konnten diese sehen, dass der Nutzer gerade mobil war und dass er die mobile App nutzte.
Nachdem dieser kleine Hinweis entfernt wurde, wurden die ersten Stimmen laut. Jetzt bestätigte ein Sprecher des Kurznachrichtendienstes dem Portal News.com gegenüber, dass die Entfernung des kleinen Hinweises völlige Absicht war: “Dies ist Teil unserer laufenden Arbeiten, Tweets einfacher zu machen und die eingestellten Inhalte zu betonen”. Twitter betonte weiterhin, dass die Entwickler sich nicht an bestehende Systeme orientieren sollen, sondern neue Services für den Kurznachrichtendienst eröffnet werden sollen. Der Markt an Twitter-Clients sei vollkommen überfüllt und benötige keine neue Software mehr.
Drittentwickler kritisieren Twitter für die Entfernung des kleinen Hinweises: Nicht nur, weil dies eine gute Möglichkeit war, für die entsprechende Software zu werben, sondern auch, weil viele über solche Services und Clients Geld verdienen. Die Kritiker behaupten, dass Twitter es den Nutzern immer schwerer macht, Geld zu verdienen und das man die Macht des Portales dazu nutzt, andere Nutzer an der langen Leine zu halten.